Weiter Blick über einen dichten Wald, dahinter ein Flusstal und Berge unter hohem, hellem Himmel

Artemis Civil Systems

Dem Wald eine Stimme geben.

Wir entwickeln Systeme, die Lebensräume vor Ort erfassen — und aus den Messwerten ein verständliches Bild davon machen, wie sich ein Bestand über die Zeit verändert.

Umwelt- und Lebensraumdaten

Wir machen Lebensräume messbar.

Artemis Civil Systems erfasst, verarbeitet und erschließt Umweltdaten. Unser Ziel ist eine belastbare Datengrundlage, mit der sich Veränderungen in einem Lebensraum früh erkennen und über die Zeit vergleichen lassen.

  1. 01

    Erfassen

    Messwerte dort aufnehmen, wo sie entstehen: im Bestand, unter dem Kronendach, statt nur aus der Distanz.

  2. 02

    Auswerten

    Jede Messung räumlich zuordnen und zu Karten, Zeitverläufen und verständlichen Hinweisen verarbeiten.

  3. 03

    Vergleichen

    Dieselben Wege wiederholt erfassen. Erst dadurch wird aus Momentaufnahmen eine sichtbare Entwicklung.

  4. 04

    Bauen

    Die Systeme dafür entwickeln wir selbst — offen angelegt, nicht gebunden an ein einzelnes Gerät.

Warum das zählt

Ein Lebensraum ist mehr als seine Fläche.

Wald ist Lebensraum, Klimapuffer, Wasserspeicher und Rückzugsort zugleich — oft alles auf derselben Fläche. Wer ihn erhalten will, muss wissen, wie es ihm geht.

Drei Menschen wandern auf einem schmalen Pfad durch einen hellen, frühlingsgrünen Laubwald

Lebensraum und Biodiversität

Vom Moos am Wegrand bis zur Krone: ein dicht verwobenes Netz aus Pflanzen, Pilzen, Insekten und Tieren. Viele Arten kommen ausschließlich hier vor.

Klima und Umwelt

Wälder speichern Kohlenstoff, kühlen ihre Umgebung, filtern Luft und halten Wasser in der Landschaft. Ihre Wirkung reicht weit über die eigene Fläche hinaus.

Gesundheit und Erholung

Ein Spaziergang zwischen Bäumen senkt nachweislich Stress. Für viele Menschen ist der Wald der nächstgelegene Ort, an dem der Alltag leiser wird.

Persönliche Bedeutung

Buden bauen, Pilze suchen, der erste Schnee zwischen den Stämmen: für die meisten von uns hängen die frühesten Erinnerungen an einem Stück Wald.

Was sich verändert

Lebensräume verändern sich schneller, als wir hinsehen können.

Trockenheit, Hitze, Schädlinge und Extremwetter können den Zustand eines Bestands innerhalb weniger Saisons verändern. Das Schwierige daran: Die meisten dieser Veränderungen fangen klein an.

Trockenheit

Längere Trockenphasen und veränderte Niederschlagsmuster setzen die Wasserversorgung der Bestände unter Druck.

Waldbrände

Trockenes Material am Boden und heiße Sommer erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass aus einem Funken ein Feuer wird.

Schädlinge

Geschwächte Bäume sind anfälliger. Befall breitet sich häufig aus, bevor er von außen sichtbar wird.

Sturmschäden

Extremwetter hinterlässt Lücken im Bestand — und diese Lücken verändern Licht, Wind und Feuchte für alles, was übrig bleibt.

Verlust von Biodiversität

Fällt ein Teil des Gefüges aus, verschiebt sich das Gleichgewicht. Artenvielfalt geht meist leise verloren, nicht plötzlich.

Nichts davon ist aussichtslos. Je früher eine Veränderung auffällt, desto mehr Möglichkeiten bleiben — und genau dort setzen wir an.

Datenerfassung

Daten entstehen dort, wo der Lebensraum ist.

Umweltdaten entstehen auf mehreren Ebenen — von der Satellitenübersicht bis zur Messung direkt am Boden. Jede für sich zeigt nur einen Ausschnitt.

Die Ebenen, die zusammengehören

Satellit
liefert die Übersicht über große Flächen und den Blick über die Zeit.
Luftbild und Drohne
zeigen Kronendach und Bestandsstruktur von oben.
Boden
erfasst Messwerte unter dem Kronendach — dort, wo der Blick von oben endet.
Feste Sensoren
liefern durchgehende Zeitreihen an ausgewählten Punkten.
Begehung
bringt die fachliche Einordnung, die keine Messung ersetzt.

Keine dieser Ebenen genügt für sich allein. Unser Ziel ist, sie zu einer gemeinsamen, vergleichbaren Datengrundlage zusammenzuführen. Heute erfassen wir davon die Ebene am Boden.

Was wir erfassen

Bild
Georeferenzierte Aufnahmen des Bestands
Akustik
Tonaufnahmen unter dem Kronendach
Mikroklima
Temperatur, Luftfeuchte und Luftdruck
Luftqualität
VOC-Index, Gaswiderstand, CO₂ und Feinstaub
Licht
Helligkeit als Lux-Wert
Position
GNSS, IMU und Fahrzeug-Odometrie

Auswertung

Aus Messwerten wird ein Bild.

Einzelne Messungen sagen wenig. Erst wenn sie räumlich zugeordnet, über die Zeit verglichen und mit ihrer Herkunft dokumentiert sind, entsteht daraus etwas, auf das man eine Entscheidung stützen kann.

Räumlich zugeordnet

Jede Messung gehört zu einem konkreten Ort, nicht zu einer ungefähren Fläche.

Über die Zeit vergleichbar

Dieselben Wege, wiederholt erfasst — so werden Veränderungen sichtbar statt nur Momentaufnahmen.

Herkunft dokumentiert

Woher ein Wert stammt und wie belastbar er ist, bleibt nachvollziehbar. Das gehört zur Aussage dazu.

Verständlich aufbereitet

Karten und Zeitverläufe statt Rohdatentabellen — damit die Ergebnisse auch nutzbar sind.

ATHENE

Analytical Tool for Holistic Environmental Network Evaluation

Unsere Daten- und Analyseplattform. Sie ordnet jede Messung räumlich zu, dokumentiert Herkunft und Aussagekraft der Daten und macht Veränderungen über die Zeit vergleichbar.

Unsere Daten ersetzen keine fachliche Entscheidung. Sie sollen sie besser machen.

Technologie

Die Systeme dahinter bauen wir selbst.

Damit Daten vergleichbar werden, muss die Erfassung verlässlich sein. Deshalb entwickeln wir die Systeme dafür selbst — offen angelegt, damit weitere Erfassungswege hinzukommen können, ohne dass die Auswertung dahinter neu entworfen werden muss.

Mobile Datenerfassung

ARGUS

Unsere derzeit eingesetzte Plattform zur Datenerfassung. ARGUS fährt auf bestehenden, freigegebenen Wegen und erfasst die Messwerte direkt vor Ort — ohne neue Wege anzulegen und ohne den Bestand zu stören.

  • Nutzt vorhandene Wege statt neuer Trassen
  • Erfasst Messwerte unter dem Kronendach
  • Ordnet jede Messung eindeutig einem Ort zu
  • Wiederholbar, damit Veränderungen vergleichbar werden
ARGUS kennenlernen
ARGUS steht auf dem Laub eines Waldbodens, im Hintergrund grüne Bäume

Bewusst offen angelegt

ARGUS ist ein Weg, Daten zu erheben — nicht der einzige. Die Auswertung ist von der Erfassung getrennt, sodass weitere Quellen und Verfahren ergänzt werden können, wenn eine Fragestellung das verlangt.

Roadmap

Wohin wir unterwegs sind.

Unsere Entwicklung läuft in aufeinander aufbauenden Stufen. Die folgenden Angaben stammen aus unserer internen Planung; wo ein Zeitraum noch offen ist, steht er bewusst unscharf.

Finalist · Samsung Solve for Tomorrow 2026

  1. Abgeschlossen

    ARGUS I

    Der erste funktionsfähige Prototyp. Mit ihm wurden Fahrtechnik, Sensorik und Datenerfassung grundsätzlich erprobt.

  2. Aktuell

    ARGUS II

    Die zweite Entwicklungsstufe ist modularer aufgebaut, mit überarbeiteter Mechanik, Energieversorgung, Sensorik und Rechenleistung.

  3. Aktuell

    Restjahr 2026

    Technische Feldtests

    Fahrzeug, Sensorik, Datenpipeline und Einsatzablauf werden im realen Bestand geprüft.

  4. Geplant

    Saison 2027

    Begleiteter Pilotbetrieb

    Flächen befahren, Ergebnisse in ATHENE bereitstellen und den Nutzen gemeinsam mit Partnern prüfen.

  5. Geplant

    Ab 2027/2028

    Standardisiertes Angebot

    Ein einheitliches Jahresangebot mit regelmäßigen Erhebungen, abgeleitet aus dem nachgewiesenen Bedarf.

Wer wir sind

Meet our Team

Wir sind drei duale Wirtschaftsinformatikstudenten aus Stuttgart. Jeder von uns hat einen etwas anderen persönlichen Bezug zum Wald. Was uns verbindet, ist die Motivation, etwas zu seinem langfristigen Erhalt beizutragen.

Simon, Marc und Selina im Studio, alle in dunklen Poloshirts mit dem Artemis-Logo

Kontakt

Schreib uns.

Fragen zu unserer Arbeit, zu unseren Daten oder zu einer möglichen Zusammenarbeit? Wir freuen uns über jede Nachricht.

Kontakt@artemis-civil-systems.com

Stuttgart, Deutschland